Beschreibung
Produktdetails
| Schauspieler |
Se-Jin Jang |
| Regisseur | Kwang-Hoon Lee |
| Label | e-m-s |
| Sprachen | Deutsch |
| Inhalt | DVD |
| FSK / Altersfreigabe | ab 16 Jahren |
| Erscheinungsdatum | 18.07.2002 |
| Genre |
Drama Fantasy |
| Laufzeit | 89 Minuten |
| Ton |
Deutsch (Dolby Digital 2.0) |
| Untertitel | Deutsch |
| Extras |
Making of |
| Bildformat | 1.85:1 |
| Ländercode | 2 |
Kundenrezensionen
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Ein guter Schuss Realismus und reichlich Moralin
Bei Jenseitsfilmen interessiert mich immer der 'Wahrheits'gehalt (gemäss dem Stand meiner Forschungen). Insofern gibt es z.Bsp. sehr reale Szenen wie Menschen von Geistwesen in den Selbstmord getrieben werden, gleich zu Beginn des Filmes. Auch dass starke Gefühle (ob positiv oder negativ) uns als Verstorbene an Lebende rückbinden und uns eventuell am Weitergehen hindern können, ist gut getroffen. Ebenso wie nach dem Tod in gleicher aber feinstofflicher (und für die Lebenden unsichtbaren) Form weiter existiert wird; wenn natürlich - aus Effekthascherei - die Einflussnahme auf die physische Welt übertrieben wird. Dass teils sowohl im Buddhismus als auch in der Gnosis unsere Lebensspanne formal vorbestimmt sei, lässt natürlich einige Spekulationen darüber zu, was mit jenen geschieht, die den (vorzeitigen) Freitod wählen und in diesem Spielraum entwickelt der Film seine Story über einige Seins-Stufen und Zwischenwelten innerhalb eines mehr oder weniger klassischen (2x7) Himmel/Hölle-Systems. Aber es ist alles etwas wirr. Die beide Seiten, die (vermeintlich) Gute und die (vermeintlich) Schlechte überbieten sich gegenseitig mit Schuldzuweisungen und sind offenbar legitimiert zu richten, obwohl sie gerade d a s den (feinstofflichen) Menschen vorwerfen. Insofern wird mit einer reichlich plakativen (Doppel-)Moral operiert. (Die gibt es in Asien also auch und in Korea natürlich besonders!) Interessant hingegen wieder, das Konzept des 2.Todes, die Verschmelzung und Auflösung einer (ungeeigneten oder unausgereiften) seelischen (oder astralen) Persönlichkeit in den Urgrund. Auch hier spannen sich Bezüge zur nachtodlichen Wirklichkeit. Der Rest ist dann wohl Geschmacksache: Die etwas schrillen Jenseits-Landschaften, die nicht ganz stilsicheren Kostüme, die stereotypen Rollen, das teils etwas hölzerne Spiel der Schauspieler, die üblichen Übertreibungen des Geisterfilms, die wiederholte Tränendrüsendrückerei und Romatikwisperei und letztlich auch die (Un-)Logik der Story - alles etwas krude, kitschig und konfus. Trotzdem sind mir solche Explorationen willkommen, weil sie versuchen mit filmischen Mitteln spekulativ die geistigen Jenseits-Welten zu erschliessen und 'Ghost in Love' trifft das eine oder andere und vor allem die zwielichtige Zwischenwelt oder auch die Konzeption der 'Illusionswelt' (wo der Geschmack der Lieblingspizza langsam nachlässt) doch recht gut. Insofern sehenswert und informativ.
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